Empfeh­lungen für Ihren Rasen­schnitt

Eine wichtige Voraussetzung für die gute Rasenqualität ist die Festlegung der artgerechten Schnitthöhe.  Die Schnittverträglichkeit der jeweiligen Gräser Arten ist unterschiedlich und sollte deshalb bei der Pflege der verschiedenen Rasentypen berücksichtigt werden. In der Übersichtstabelle sind optimale Schnitthöhen, sowie der Einsatz geeigneter Mäher Typen zusammengestellt.

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Richtig Rasenmähen

Der Mähzeitpunkt

Das Schneiden unterhalb, aber auch oberhalb der angegebenen Toleranzhöhe kann zu Problemen führen. Die Schnittmaßnahmen müssen regelmäßig und nicht nur sporadisch durchgeführt werden, damit sich die Gräser an eine Schnittlinie gewöhnen und somit eine entsprechende Narbendichte entwickeln können.  Die so induzierte, höhere Fotosyntheseleistung (mehr Blattmasse pro Quadratmeter) liefert ausreichende Reservestoffe zur Versorgung von Blatt, Stängel und Wurzelanteilen. Eine mögliche Stresssituation kann auf diese Weise vermieden werden.

Ist der Rasen einmal höher gewachsen, so wird er in mehreren Etappen auf Normalhöhe gebracht. Das Schnittgut sollte in dem Fall unbedingt entfernt werden, da sonst die Grasnarbe leicht verfilzt.

Drittel-Regel

Beim Mähen wird ein Drittel des Aufwuchses entfernt.

Regelmäßiges Mähen ist ein wichtiger Punkt bei der Unkraut-Vorbeugung. Es fördert das Breitenwachstum der Gräser und sorgt so für eine dichte Rasenfläche. Gleichzeitig werden durch das Mähen hochgewachsene Unkräuter schon im Ansatz bekämpft, da sie keinen kurzen Schnitt vertragen.

Grundsätzlich gilt beim Einsatz des Rasenmähers, dass die Schneidwerkzeuge regelmäßig geschärft werden, damit ein akzeptables Schnittbild erreicht wird.

Rasenmäh-Tabelle

Rasen Typ Optimale Schnitthöhe Durchschnittliche Schnitthäufigkeit* Besonderheiten
Gebrauchsrasen 30-45 mm 1 Schnitt/Woche Zu kurzes Schneiden führt zur Einwanderung unerwünschter Gräser. Sichelmäher sind geeignet (Motor/Elektro/Roboter).
Sportrasen 28-35 mm 2 Schnitte/Woche Zu tiefer Schnitt fördert die Einwanderung von Poa annua und verringert die Narbendichte. Sichelmäher mit Schnittgutaufnahme sowie Spindelmäher sind geeignet.
Zierrasen 15-25 mm 2 Schnitte/Woche Verbesserung des Schnittbildes durch Einsatz eines Walzen- oder Spindelmähers
Kräuterrasen 60-100 mm 6-10 Schnitte/Jahr Wenige Schnitte zum Erhalt der Artenvielfalt, Einsatz eines Sichelmähers empfehlenswert.
Landschaftsrasen/

Blumenwiese

Aussaatjahr: 1 Schnitt/Jahr

Folgejahre: 2 Schnitte/Jahr (vorzugsweise Juli und September)

Schnitt vorzugsweise mit dem Balkenmäher oder mit der Sense. Das Schnittgut bleibt einige Tage zum Trocknen auf der Fläche liegen, damit auch die spät reifenden Samen noch ausfallen können. Anschließend wird das getrocknete Heu abgeräumt.

*in der Hauptwachstumszeit etwas häufiger, zum Ende der Vegetationsperiode etwas weniger.
Tab.: Optimale Schnitthöhen und Häufigkeit der Schnitte bei verschiedenen Rasentypen.

Mulchen

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Rückführung des Rasenschnittgutes auf die Rasenfläche einen Beitrag zur Nährstoffnachlieferung leistet. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass die Nährelemente im Schnittgut zunächst einmal mineralisiert werden müssen. Diese Arbeit wird von Mikroorganismen geleistet. In kühlen und trockenen Zeiten ist die Mineralisationsleistung allerdings niedrig.
Unter günstigen Temperaturbedingungen und entsprechenden Feuchtigkeitsverhältnissen wird eine Nachlieferung aus diesem Schnittgut das Gräser Wachstum stimulieren. Eine exakte Kalkulation dieser Nährstoffquelle für die Rasengräser ist äußerst schwierig, da die Freisetzungsrate – wie bereits erwähnt – in Abhängigkeit von den Standortfaktoren verläuft.

Zum wirksamen Einsatz des Mulch Mähers muss darauf geachtet werden, dass das Schnittgut möglichst fein verteilt auf die Fläche zurückgeführt wird. Hierbei ist es ebenfalls von Bedeutung, dass die Mäharbeit regelmäßig durchgeführt wird, damit es nicht zu unschönen Anhäufungen von Schnittgut kommt.

Für das erfolgreiche Mulchen mit dem Mulch Mäher sind die richtigen äußeren Bedingungen erforderlich:

  • der Rasen sollte möglichst trocken sein,
  • das Schnittgut darf nicht zu lang sein, d.h. es muss häufiger als üblich gemäht werden (zweimal pro Woche in der Hauptwachstumszeit),
  • das Schnittgut darf nicht verklumpen und muss gleichmäßig auf der Fläche verteilt sein,
  • das Schnittgut muss mineralisiert werden und darf sich nicht an der Bodenoberfläche als undurchlässige, schmierige Schicht (Filz) anreichern.

Mäh­roboter instal­lieren

Mähroboter, eine echte Alternative

Einleitung

Das regelmäßige Mähen von Rasenflächen ist die wichtigste Pflegemaßnahme zur Erzielung einer ansprechenden Rasennarbe. Im Hausrasenbereich sind inzwischen die Mähroboter weit verbreitet. Auch für die Grünflächenpflege in Parkanlagen oder auf Friedhöfen bietet sich die Automatisierung beim Mähen an. In zunehmendem Maße werden auch bei der Sportplatzpflege autonome Mähtechniken eingesetzt.

Eigenschaften und Leistungen

Für den Einsatz eines Mähroboters ist es wichtig, zunächst die Größe und Leistung des Robotermähers entsprechend der Rasenfläche auszuwählen. Schnittbreiten von 15 bis 105 Zentimetern werden angeboten. Dies entspricht einer theoretischen Flächeneignung von 100 bzw. 20.000 Quadratmetern. Ein wichtiger Faktor, der häufig vernachlässigt wird, ist die maximale Steigfähigkeit eines Mähroboters, dies gilt insbesondere für Parkanlagen und Hanglagen.

Vorteile bei geeigneten Flächen für Mähroboter:

  • Weniger Stress für die Gräser durch sehr kurze Mähintervalle.
  • Bestockung der Gräser wird angeregt, dadurch dichtere Grasnarbe.
  • Gutes Gesamtschnittbild.
  • Verbleib und Umsetzung des feinen Schnittguts auf der Fläche > Rückführung von Nährstoffen.
  • Geringere Anfälligkeit der Gräser gegenüber Rotspitzigkeit
  • Weniger breitblättrige Unkräuter auf Roboter-gemähten Flächen.
  • Förderung wertvoller Gräserarten wie der Wiesenrispe (Poa pratensis)
  • Höhere Strapazierfähigkeit und Scherfestigkeit von Sportrasen-flächen.
  • Fernhalten von Maulwürfen

Es ist darauf zu achten, dass die Messer regelmäßig gewechselt werden

Es muss eine spezifische Rasenpflege parallel zur Roboterpflege erfolgen

Gerne erstellen wir Ihnen hierzu einen Pflegeplan

Einfluss auf Rasenqualität

Das niedrige Gewicht der Roboter lässt eine geringere Bodenverdichtung erwarten, sodass negative Auswirkungen auf die Wasserdurchlässigkeit verringert werden. Durch die ständige Rückführung des Schnittgutes kommt es zur Aktivierung des Bodenlebens mit dem Resultat einer natürlichen Nährstoffnachlieferung, die beim Düngeplan berücksichtigt werden sollte.  Die regelmäßigen Schnittintervalle führen zu geringerem Stress bei den Gräsern, da sicher die Drittel-Regel eingehalten wird. (Es wird maximal ein Drittel der Aufwuchshöhe entfernt). In der Folge nimmt die Narbendichte zu, da die Gräser zur Bestockung angeregt werden.

EIN GPS UNTERSTÜTZTES SYSTEM IST IMMER ZU BEVORZUGEN, DA BEI DER BODENBARBEITUNG KABEL BESCHÄDIGT WERDEN KÖNNEN

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